Farbkreise in Theorie und Praxis

Durch Mischen der drei Grundfarben können Farbkreise hergestellt werden an denen die Entstehung der Komplementärfarben sehr schön demonstriert werden kann. Die Reinheit der heutigen Farben ermöglicht es auch, diese Mischungen in der Praxis nachzuvollziehen.

 

Experimentieren mit den drei Grundfarben verhilft zu einem besseren Verständnis von Farben. Ich habe aber bald realisiert, dass sich die Farben, die ich gerne verwende - im Blaubereich etwa Ultramarin, Preussischblau und Cobaltblau - sich sehr eigenwillig verhalten. Cobaltblau vergraut sehr schnell in Mischungen, Preussischblau mischt sich gut mit Gelb/Grün und Ultramarin mit Rot.

 

Diese Farben bilden vorzugsweise meine Grund - Palette. Sie sind definiert durch die Pigmente, aus denen sie hergestellt werden und bilden durch ihr Zusammenspiel in Kontrast und Mischung die spezifische Handschrift des Künstlers - ich denke es geht da vielen Malern ähnlich.

Zur Erforschung des Verhaltens dieser Pigmente verwende ich einen persönlichen Farbkreis. Ich ordne "meine" Farben im äusseren Kreis an. Benachbart sind immer diejenigen, die ich bevorzugt mische. Eine Farbe kommt in die Mitte und dann wird zwischen den benachbarten Farben und gegen innen ausgemischt.

 

 

Auf diese Weise ist es möglich, mit den persönlichen Farben vertrauter zu werden und Mischungen zu entdecken, die ausserhalb der Erfahrungen des alltäglichen Malens liegen.

 

Indem immer wieder eine andere Farbe ins Zentrum gestellt wird, erhalten die Mischungen verschiedenes Gewicht und der Farbkreis einen anderen Charakter. Unten: Blau im Zentrum.

 Kontakt:   Martin Heyer

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